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Freie Demokratische Partei Ortsverband Calbe/Saale |
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Kommunalpolitik Bei Kita Investition mit Blick in die Zukunft nicht‘s übereilenStellungnahme zu „Calbenser Kita kann sich über 400 000 Euro Zuschuss freuen“ und „Prognose: In elf Jahren wird es noch 8200 Calbenser geben“ der Schönebecker Volksstimmeartikel von Andreas Pinkert / Ausgabe(n): Mittwoch 21. Januar 2009; Donnerstag 22. Januar 2009
Foto: Roy Conrad, Vorsitzender FDP OV Calbe/Saale
Calbe schrumpft, es gibt mehr Weg- als Zuzüge, mehr Sterbefälle als Geburten und eine Vielzahl von Berufspendler, die außerhalb von Calbe arbeiten. Schaut man auf den Ist-Zustand der Stadt Calbe/Saale, so werden die Bevölkerungsprognosen der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft (Bericht der Volksstimme vom 22.01.2009) wohl zutreffen. Die Calbenser FDP sieht im Hinblick auf den demografischen Wandel Handlungsbedarf und teilt die Auffassung der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft. Diese sieht die zukünftige Situation in Calbe sehr stark von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig und empfiehlt weitere Anreize für Unternehmen sich in der Stadt anzusiedeln oder zu investieren. Als wichtigen Schritt sehen die Liberalen die noch ausstehende Entscheidung des Energieunternehmens Electrabel über den Bau eines Dampf- und Gasturbinenkraftwerks. Hier ist Calbe neben Staßfurt und einem weiteren Süddeutschen Standort für die Investition in Höhe von 400 Millionen Euro noch im Rennen. Aber auch die positive Entwicklung Calbenser Unternehmen und damit verbundene Investitionen und Arbeitsplätze sind für eine günstigere Entwicklung Calbes sehr ausschlaggebend.Allerdings werden Arbeitsplätze allein nicht ausreichen, in vorhandenen Calbenser Unternehmen, aber auch in ggf. zukünftigen ortsansässigen Unternehmen werden nicht nur Bürger der Stadt Calbe/Saale arbeiten, sondern auch eine Vielzahl auswärtiger Arbeiter. Daher ist es wichtig die Stadt Calbe auch als Lebensmittelpunkt zu stärken und entsprechende Anreize zu schaffen.In diesem Zusammenhang ist es sehr erfreulich, dass ein Bewilligungsbescheid und ein damit verbundener Zuschuss für die Calbenser Kita „Haus Sonnenschein“ ergangen ist. „Wir sehen in der Investition in eine gute Kinderbetreuung durchaus eine erfreuliche Attraktivitätssteigerung für die Stadt Calbe/Saale.“, so FDP Ortschef Roy Conrad. „Der Ehrlichkeit halber müssen wir allerdings auch sagen, dass es mittelfristig erforderlich sein wird, festzustellen, welche Kapazitäten an Grippen- und Kindergartenplätzen in der Stadt Calbe/Saale vorhanden sind und wie hoch die Inanspruchnahme dieser ist. Anschließend muss das Ergebnis genau analysiert werden. Hieraus sollten weitere Schritte, wie eine gezielte Attraktivitätssteigerung oder eben auch ggf. ein Abbau vorhandener Überkapazitäten, geprüft werden. Eine schnelle überstürzte Entscheidung anhand der unvorhersehbaren künftigen demografischen Entwicklung halte ich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt für grundlegend falsch. Vielmehr sollte hier eine gezielte konzeptionelle Vorgehensweise an den Tag gelegt werden“, so Roy Conrad abschließend.Diese Pressemitteilung wurde in veränderter Form in der Schönebecker Volksstimme vom 24.01.2009 veröffentlicht.Verantwortlich:FDP OV Calbe/Saale; Roy Conrad; Gribehner Weg 2; 39240 Calbe/Saale—————————————————————————————————————————————————————„Einigkeit macht stark, aber meist auch blind!“Stellungnahme zum Artikel „Kita-Träger sollen an einem Tisch zusammen kommen“der Schönebecker Volksstimme von Andreas Pinkert /Ausgabe(n): Samstag 31. Januar 2009Die Freude über den kürzlich ergangen Bewilligungsbescheid und den damit verbundenen Zuschuss für die Calbenser Kita „Haus Sonnenschein“ war groß, doch entwickelte sich hieraus die politische, konzeptionelle Grundsatzfrage nach der künftigen Entwicklung der Calbenser Kita Struktur. Auch wir als FDP sind froh über den ergangenen Bewilligungsbescheid, da wir in der Investition in eine gute Kinderbetreuung eine Attraktivitätssteigerung für die Stadt Calbe/Saale sehen. Allerdings haben wir auch zur Ehrlichkeit verbunden mit dem demografischen Wandel gemahnt (Volksstimmebericht vom 24. Januar).Es ist überaus erfreulich, dass auch mehrheitlich die Mitglieder des Hauptausschusses der Stadt Calbe/Saale diese Auffassung mit uns teilen und einen Lösungsweg gemeinsam mit den Trägern der Kita’s suchen wollen. Ein wenig verwunderlich erscheint sie allerdings schon, die plötzliche Einigkeit unter den politischen Parteien und Wählergruppen in Calbe. Augenscheinlich bestand bereits zum Zeitpunkt des bekannt werden’s des Bewilligungsbescheides unter den politischen Parteien und Wählergruppen in Calbe eine ähnliche Auffassung. Allerdings hatten lediglich die FDP als politische Partei und zwei weitere kommunale Wählergruppen den Mut öffentlich die Grundsatzfrage nach der kommunalen Entwicklungsstruktur bei der Kinderbetreuung zu stellen. Die nächste Stadtratssitzung am 12. Februar wird sich mit diesem Thema befassen und die Beschlussempfehlung des Hauptausschusses aufgrund der Einigkeit sicherlich billigen.Bleibt zu hoffen, dass eine gezielte konzeptionelle Vorgehensweise zu diesem Thema, wie von der FDP Calbe/Saale in der letzten Stellungnahme (Volksstimmebericht vom 24. Januar) und der Stadtverwaltung Calbe bei der Hauptausschusssitzung gefordert, an den Tag gelegt wird und die neue plötzliche Einigkeit im politischen Bereich nicht zu blinden Aktionismus und schnellen, überstürzten Entscheidungen führt.Diese Pressemitteilung wurde nur im Internet veröffentlicht.Verantwortlich:FDP OV Calbe/Saale; Roy Conrad; Gribehner Weg 2; 39240 Calbe/Saale |